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Die Notwendigkeit, Gebetszeiten anzusetzen, läßt sich aus der Natur des Betens allein ableiten. Wäre "Beten ohne Unterlaß" nur, daß wir das Herz bei Gott haben und im Leben danach verlangen, Gottes Willen zu tun, dann wäre eine eigene Zeit für das Beten nicht nötig, und wir bräuchten keine religiösen Übungen im Alltag.

Christus zog sich jedoch manche Nacht hindurch auf einen Berg zurück, um zu beten (Mt 14,23). Er tat das nicht, um uns ein Beispiel zu geben, sondern weil es für ihn als Mensch wichtig war, Pausen für das Gebet zu haben.

Warum müssen wir jeden Tag Zeit haben zum Gebet? Weil wir einen Körper haben, der mit dem ihm innewohnenden Geist einen Leib bildet. Wie es für den Körper notwendig ist, die vierundzwanzig Stunden eines Tages durch drei Mahlzeiten und ein oder zwei Zeiten Schlaf zu unterbrechen, so gibt es auch Notwendigkeiten für das geistliche Leben. Der menschliche Körper kann nicht eine Jahresration auf Vorrat zu sich nehmen und nicht für einen Monat lang auf Vorrat schlafen, genauso können wir nicht auf Vorrat beten.

Sollte es gut sein, an Neujahr nur einmal zu beten für das ganze Jahr? Sollten wir nur dann Za-Zen üben, wenn wir uns danach fühlen, wenn wir zeit zum Beten haben? Natürlich ist es besser, Gott in Notzeiten zu bitten als überhaupt nicht. Hat man im ganzen Leben nur einmal an Gott gedacht, so ist dieses eine Mal gewiß wertvoll. Aber ein solches Gebet wird nicht wirksam. Es wird keine Kraft, die das Leben von Grund auf ständig erneuert. Damit Gebet geboren wird, das eine Quelle göttlicher Fülle sein soll, muß es vom ganzen Leib getragen sein. Es ist ja Gebet des Menschen.
Darum ist es nötig, jeden Tag einige Zeit, jeden Monat ein oder zwei Tage, jedes Jahr mehrere Tage, und alle paar Jahre eine längere Zeit dem Gebet, der Meditation zu widmen. Die Länge der Gebetszeit hängt vom Leben, Alter, Charakter, von der Gesundheit und der empfangenen Ausbildung des einzelnen ab. Die Orden sollten sich, den heutigen Verhältnissen entsprechend, zu kluger Anpassung entschließen. Im gemeinschaftlichen Ordensleben muß Zeit sein zum gemeinsamen, wie zum individuellen Gebet.

Bei vielen komplizierten Formen des Betens in der Kirche besteht die Gefahr der intellektuellen und gefühlsmäßigen Ermüdung. Heute hat sich allerdings das Glaubensleben in der katholischen Kirche stark vereinfacht. Es läßt sich nicht leugnen, daß eine Vielzahl alter Formen und Ordnungen zum Verlust an Tiefe und Dynamik des Gebets führten. Die Bewegung der Zen-Meditation mit ihrer tiefen Einfachheit und die charismatischen Bemühungen, in denen das Beten frei und spontan sein darf, beweisen dies.

Es ist ein Unterschied, ob man von jemand etwas lernt, oder ob man einfach etwas übernimmt. Die christliche Kraft des Betens darf nicht verlorengehen. Wir müssen lernen, verschiedene Elemente des Betens miteinander zu verbinden. Was wir vom Wesen der östlichen Spiritualität lernen können, darf nicht zum Verlust der christlichen Wirklichkeit führen. Dies kann man umgekehrt auch für den Buddhismus und andere östliche Religionen sagen. Ohne den breiten Fuß des Berges, die Vielfalt der religiösen Formen, kann keine Spitze entstehen. Das gegenseitige Sichtreffen könnte zu einer wunderbaren Symphonie, zu einem Lobgesang aller Menschen werden.

Entnommen aus: Ichiro Okumura "Erwachen zu Gott" © 1976 Kaffke-Verlag = Medien-Verlag Bernhard Gregor GmbH, Niederaula

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