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 Leseprobe aus dem Buch:

Albert Rauch / Paul Imhof SJ: "Das Priestertum in der Einen Kirche"

Cover: Das Priestertum der Einen Kirche



Vorwort

Die Titelseite dieses Buches zeigt ein Detail aus dem Fresko der Südwand der Trapeza bzw. des Refektoriums (Speisesaal) im Ostkirchlichen Institut Regensburg, die der rumänische Kirchenmaler und Mönch Archimandrit Dr. Gheorghe Ciobanu bemalt hat.
Aus dem Geist der objektiven Liturgie entstand ein künstlerisch subjektives Bild, auf dem Jesus Christus als Opfer und Opfernder zugleich im Mysterium des Abendmahles dargestellt wird. Im liturgischen Gebet des Priesters beim Einzug mit den Gaben heißt es dazu: „Denn Du, Christus, unser Gott, bist der Darbringende und der Dargebrachte, der Empfänger und der Empfangene, und Dir bringen wir unser Lob mit Deinem ewigen Vater und Deinem heiligen, gütigen und lebendigmachenden Geiste...“ (zit. W. Nyssen, Echo des Heils in der Landschaft der Seele, Köln 1985,25).

Nur von Jesus Christus her ist das Priestertum der Kirche deutbar. In Seinem Auftrag wird das eucharistische Brot gebrochen. Im Blick auf Ihn wird gläubig bekannt: „Er ist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ (vgl. Joh 6,51) In Seinem Namen geschieht die Vergebung der Sünden. Nur von Ihm her kann eine immer intensivere Einheit im Volk Gottes zustande kommen.
Aufgabe des Priesters ist es, „in der Mitte der Kirche sowohl die Liebe Gottes in Christus zu uns durch Wort und Sakrament zu repräsentieren, wie die Liebesgemeinschaft der Menschen mit Gott und unter sich zu fördern und aufzubauen“ (Bischofssynode 1971, Das Priesteramt, Einsiedeln 1972, 24). Die Vergegenwärtigung, um die es sich dabei handelt, ist ein Geschenk der Gnade Gottes, der in Raum und Zeit - sakramental - mit seinem Volk unterwegs ist. Die Konkretheit, in der sich dies ereignet, hat ihren theologischen Grund im Mysterium der Inkarnation und der Geistsendung.
Jesus ist der Hohepriester schlechthin. In Seiner besonderen Nachfolge sollen die Priester stehen. Dennoch impliziert dies nicht, daß jeder Priester deswegen ehelos zu leben hat. Das II. Vatikanische Konzil erklärt diesbezüglich: „Zwar ist sie (sc. die Ehelosigkeit) nicht vom Wesen des Priestertums selbst gefordert, wie die Praxis der frühesten Kirche und die Tradition der Ostkirchen zeigt, wo es neben solchen, die aus gnadenhafter Berufung zusammen mit allen Bischöfen das ehelose Leben erwählen, auch hochverdiente Priester im Ehestand gibt. Wenn diese Heilige Synode dennoch den kirchlichen Zölibat empfiehlt, will sie in keiner Weise jene andere Ordnung ändern, die in den Ostkirchen rechtmäßig Geltung hat; vielmehr ermahnt sie voll Liebe diejenigen, die als Verheiratete das Priestertum empfingen, sie möchten in ihrer heiligen Berufung ausharren und weiterhin mit ganzer Hingabe ihr Leben für die ihnen anvertraute Herde einsetzen.“ (Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über Dienst und Leben der Priester „Presbyterorum ordinis“, 16)
Die Regensburger Ökumenischen Symposien verstehen sich von Anfang an als Beitrag der deutschsprachigen Theologie zum Großen Ökumenischen Dialog zwischen der Katholischen Kirche und den Kirchen des Ostens, die noch nicht in voller Kommuniongemeinschaft mit Rom stehen. Aus der reichen ökumenischen Erfahrung im deutschsprachigen Raum soll ein vorbereitender subsidiärer Beitrag geleistet werden, der zugleich auch seine Rückwirkung hat im Blick auf den Dialog mit den aus der Reformation hervorgegangenen kirchlichen Gemeinschaften.
Bei einem ökumenischen Buch dieser Art kann nicht Harmonisierung um jeden Preis der gemeinsame Nenner der Aufsätze sein, sondern ein teilweise auch kontroverser Dialog sollte zugänglich gemacht werden. Für den Aufbau des Buches hielten wir uns weithin an die Reihenfolge der Referate, wie sie auf dem Regensburger Ökumenischen Symposion (15.-21. Juli 1985) über „Das Priestertum in der Einen Kirche - Diakonat, Presbyterat, Episkopat“ gehalten wurden. Für ihre Mithilfe bei der Drucklegung möchten wir Frau Dr. E. Schiller und Frau E. Meuser, vor allem für das äußerst mühsame Lesen der Korrekturfahnen, danken.

Regensburg, am Fest der heiligen Petrus und Paulus, 1986.

Albert Rauch. Paul Imhof SJ

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entnommen aus: Albert Rauch / Paul Imhof SJ: "Das Priestertum in der Einen Kirche", © 1987 Kaffke-Verlag = Medien-Verlag Bernhard Gregor GmbH, Niederaula, ISBN 3-87381-102-7; Seiten 9-10

   

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